Zitat

„Freundschaft bedeutet eine Verringerung der Distanz zwischen Menschen.“                                                                                  

Rolling-Stones-Gitarrist Keith Richards, 67, bringt in seiner Autobiographie „Life“ die Geometrie menschlicher Beziehungen auf den Punkt

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Aus dem Inhalt

LITERATUR: Lyrikaufschlag Heiratsannonce von André Hagel

MUSIK: „Zukunft ist mir zu vage“ Zusammen mit Reinhard Mey und Konstantin Wecker bildet er sozusagen die Troika deutscher Liedermacherkunst. Kultur-Kombinat hat mit Hannes Wader über kleine Hoffnungen, alte Freunde und Widersprüche im System gesprochen.

POLITIK: Ein Bundespräsident gegen die Pressefreiheit Christian Wulff ist zu einer Belastung für Deutschland geworden. Seine Skandale lasten wie ein Alpdruck auf der Republik. Ein Offener Brief an den Bundespräsidenten

FILM: Ein Mann, zwei Fäuste, ein Buch Bud Spencer, einst Klamaukaction-Haudrauf vom Dienst, hat seine Autobiographie vorgelegt. Und gesteht nebenher, daß er fürs Ballett wenig tauge.

POLITIK: Völker, hört die Signale! Oder besser doch nicht? Mit ihrem Nachdenken über „Wege zum Kommunismus“ hat Gesine Lötzsch, Vorsitzende der Partei Die Linke, eine heftige Diskussion über ihre Positionen und die ihrer Partei entfacht. In der Debatte in KulturKombinat melden sich neben Gesine Lötzsch zu Wort: Ehrhart Neubert, Vorsitzender des Bürgerbüro e.V. zur Aufarbeitung von Folgeschäden der SED-Diktatur; Jürgen Reents, Chefredakteur der linken Tageszeitung Neues Deutschland; Bernhard C. Wintzek, Herausgeber des Kulturmagazins mut; Wolfgang Leonhard und Elke Leonhard, Sozialismusmusforscher und Bestsellerautoren („Die Revolution entläßt ihre Kinder“)  

MAGAZIN: Abgebrochene Leben Bevor britische Truppen im Frühjahr 1945 die westfälische Kleinstadt Ibbenbüren einnahmen, wurden noch unzählige deutsche Soldaten in sinnlosen Kämpfen verheizt. Die Nachlässe der Gefallenen werden inzwischen sortiert und katalogisiert. Die bis heute aufbewahrten Funde berichten in Fragmenten vom Schicksal der Toten.

LITERATUR: Wir haben keine Klimaanlage Die Integrationsdebatte weist Charakteristika einer TV-Vorabendserie auf. Dem muß man nichts abgewinnen können, findet der Schriftsteller Selim Özdogan. In einem Gastbeitrag für KulturKombinat legt er dar, warum er sich lieber enthält.

POLITIK: Positionen selbstkritisch hinterfragen In welche Richtung soll sich die Friedenspolitik der Partei Die Linke entwickeln? Vor dem Hintergrund des Programmkonvents seiner Partei fordert der linke Bundestagsabgeordnete Stefan Liebich in einem exklusiven Gastbeitrag für KulturKombinat, daß die Linke diejenigen nicht vergessen soll, „die im Hier und Heute Krieg und Gewalt ausgesetzt oder ganz konkret unmittelbar davon bedroht sind“. Für viele von Liebichs Genossen sicher eine unbequeme Mahnung.

POLITIK: Von Glücksfällen und Problemfällen Daß die Geburtenraten von Migranten über dem deutschen Durchschnitt liegen, stellt an sich kein Problem dar, schreibt Bestsellerautor Thilo Sarrazin („Deutschland schafft sich ab“) in einem aktuellen Gastbeitrag für KulturKombinat. Wenn sich aber hierdurch das Bildungs- und Qualifikationsprofil verschlechtern sollte, würde sich das nachteilig auf die Zukunftsfähigkeit Deutschlands auswirken. Fortsetzung unserer Debattenreihe zu Aspekten von Migration und Integration

POLITIK: Wege aus der Krise? Eine Wirtschaftsregierung und das Konzept „Europa 2020“ sollen die EU zurück auf sicheren Boden führen. Was aber ist von solchen Vorhaben zu halten, wenn sie doch nur erneut das Demokratiedefizit in der EU enthüllen – und ansonsten Armut und soziale Ausgrenzung verschärfen, fragt Lothar Bisky, MdEP (Die Linke), in einem Gastbeitrag?

POLITIK: Angriff auf die bunte Republik Auf dem Deutschlandtag der CDU-Nachwuchsorganisation Junge Union hat Bundeskanzlerin Angela Merkel jetzt das Scheitern der Multikulturellen Gesellschaft erklärt. Was ist von diesen und anderen Vorstößen christdemokratischer Politiker zu halten? Als Auftakt einer Debattenreihe zu Aspekten von Migration und Integration ein Gastkommentar von Jürgen Reents, Chefredakteur der linken Tageszeitung Neues Deutschland

POLITIK: Leidenschaft für Demokratie Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) politisierte sich in der DDR-Wendezeit und blieb über die Wiedervereinigung hinaus ein betont politischer Charakter. KulturKombinat wollte von Thierse wissen, was zwei Dekaden nach der Vereinigung von den Ideen von 1989 geblieben ist.

POLITIK: Nackt unter Wölfen Der Tag der deutschen Sprache erinnert daran, daß unsere Muttersprache ein kostbares Gut ist. Gefahr droht der deutschen Sprache allerdings nicht nur durch eine Flut hohler Anglismen, sondern ebenso durch eine Vielzahl weiterer Sprachverhunzungen.

LITERATUR: „Zuende gedachter Irrsinn“ In seinem Romandebüt „Die Reise nach Kastanien“ bricht der Grazer Maler Christian Polanšek eine Lanze für menschliche Würde und befreiende Individualität. KulturKombinat hat mit Polanšek über seinen Ausflug in die Literatur gesprochen – und stellte hierbei schnell fest, daß der Künstler nicht scharf auf ein Visum für Kastanien ist.

LITERATUR: Leben neben der Zeit Als TV-Kommissar war er ein sächsischer Maigret, als Mensch ist er eine ehrliche Haut: Wenn ich keine Utopien mehr habe, bin ich tot“, bekennt Schauspieler Peter Sodann, ein humanistischer Grantler.

MUSIK: Schöner wird's nicht mehr Die norwegische Band a-ha befindet sich zur Zeit auf Abschieds-Welttournee. Im Juli stehen auch in Deutschland Termine an. KulturKombinat würdigt die Karriere der Musikschweden und erklärt, warum man über das Ende von a-ha durchaus traurig sein kann.

MEDIEN: Nachrichten vom Nachrichtensender Der Handel ist unter Dach und Fach: Der Nachrichtensender N24 ist an ein Konsortium um Ex-SPIEGEL-Chefredakteur Stefan Aust verkauft worden.

POLITIK: Der Zorn der Ostalgiker Die Kandidatur Joachim Gaucks für das Amt des Bundespräsidenten findet in Kreisen der äußersten Linken keine Gegenliebe. Jetzt ruft sie auch diejenigen auf den Plan, die mit dem ehemaligen Beauftragten für die Stasi-Unterlagen noch eine politische Rechnung offen haben. In ihrer Kritik an Gauck leisten sie sich allerdings mehr als nur einen Ausrutscher.

POLITIK: Das Schloß pausiert Der Entschluß der Bundesregierung, den Neubau des Berliner Stadtschlosses in die Warteschleife zu schicken, ist angesichts der desolaten Finanzlage des Bundes angemessen. Auch wenn man das im Berliner Rathaus nicht einsehen mag.

POLITIK: „Ein bißchen langweilig“ Die Benennung Christian Wulffs zum Bundespräsidentenkandidaten von CDU und FDP ruft Zweifler auf den Plan. Mit Klaus Bölling, unter Bundeskanzler Helmut Schmidt Regierungssprecher, meldet sich jetzt ein besonders vehementer zu Wort.

POLITIK:Antisemitische Stereotype Das Aufbringen einer „Solidaritätsflotte“ für Gaza durch israelisches Militär hat international für Proteste gesorgt. Was aber ist von dieser antiisraelischen Empörung selbst zu halten? Entsprechende Vorgänge im nordrhein-westfälischen Münster werfen ein bezeichnendes Licht auf jene, die unter Flaggen der Hamas gegen Israel demonstrieren.

POLITIK: Entwicklungsländer nach vorn! Die weltweite Krise stellt für Entwicklungsländer eine Gelegenheit dar, ihre Interessen zu planen, aber auch, Einfluß zu gewinnen, was die Formgebung wirtschaftlicher Globalisierung angeht. Daß ein größeres Mitspracherecht ein Mehr an Verantwortung mit einschließen muß, zeigt Harvard-Ökonom Dani Rodrik auf.

MEDIEN: „Ohne jede Nachfrage“ Wenn es um sie selbst geht, reagiert Jutta Ditfurth gerne empfindlich. Äußert sie sich über andere, sitzt dagegen die Zunge schon mal locker. Jetzt hat Bettina Röhl, Tochter Ulrike Meinhofs und Klaus Rainer Röhls, im Spiegel vermeintlichen Enthüllungen Ditfurths widersprochen.